AbuDhabi National Day Endurance Cup - a dva Fénixové

04.12.2016 19:36

3. prosince si ke 45. výročí Národního dne nadělili jezdci UAE první tři místa a padlí favorité z MS v Šamoríně  RAMAAH a SHADDAD napodobili osud bájného Fénixe prvními dvěma místy. 

Další velmi náročný a velmi rychlý závod v Abu Dhabi prověřil ty nejlepší koně v UAE. Startovalo 145 koní, dokončilo 33 (22,76%). Zvítězil Saif Ahmed Al Mazroui na 11letém angloarabském valachovi RAMAAH v čase 4:18:32 - prům. rychlostí 27,89 km/h. O dvě  minuty a jednu vteřinu později dokončil na druhém místě SHADDAD s jezdcem Saeed Sultan Shames Al Maamari, o osm vteřin horší byla třetí dvojice UAE  - TRA JET - Khalifa Ali Khalfan Al Jahouri. 

Al Mozroui s Ramaahem byl po 40km na 73. pozici, ve druhém kole - 35 km, se posunul na 46. místo. Od začátku jela v čele Angličanka Emma Victoria Finnie na QUELEA DU PAS PALAIS, držela se vpředu i ve třetím kole, kde se však už Ramaah dostal na pátou pozici. Jezdci UAE vyrazili do vedení v posledním dvacetikilometrovém kole, obsadili první tři místa a Emma dojela čtvrtá. 

1. Saif Ahmed Al Mazroui - RAMAAH (28,68 km/h, poslední kolo 31,621 km/h)

2. Saeed Sultan Shames Al Maamari -  SHADDAD (27,849 km/h, poslední kolo 31,455 km/h)

3. Khalifa Ali Khalfan Al Jahouri - TRA JET (27,835 km/h)

4. Emma Victoria Finnie - QUELEA DU PAS PALAIS (27,698 km/h)

5. Suhail Ali Rashed Ali Al Ghailani - PINTORESCO (27,328) 

 

Výsledky: 

 
  1.  
    Das Buch ist – für den Olms Verlag ungewöhnlich – magazinmäßig aufgemacht, also vollfarbig gedruckt, mit farbig hinterlegten Kästen, einem farbigen Kopfbereich und farbigen Zwischenüberschriften, aber bis auf die Gestaltung der Seitenzahlen hält sich die modische Aufmachung in akzeptablen Grenzen. Selbstverständlich werden alle vorgestellte Fälle vorbildlich diagnostiziert und therapiert – es handelt sich also eine Sammlung von spannenden Problemgeschichten mit Happy-End. 
     
    Natürlich bekommt der Leser auch die lebensphilosophischen und weltanschaulichen Hintergründe aufgetischt, denn diese sind untrennbar mit den diagnostischen und therapeutischen Ansätzen verbunden. Ein Beispiel: 
     
    Wege der Lebensenergie 
     
    Alles Leben besteht aus Materie und Energie. Neben der Lebensenergie, die einem neugeborenen Wesen von seinen Eltern mitgegeben wird (Konstitution und Erbanlagen) gehört die Energie aus den Kosmos zu den wichtigsten Energiequellen. Auf dem Weg durch den Körper fließt die Energie in bestimmten Bahnen, den Meridianen. [...] 
     
    a.a.O., Seite 106
     
    Die Autorin fühlt wohl an dieser Stelle, daß die ganze Angelegenheit nicht so offensichtlich ist, wie sie das gerne darstellen möchte. Ich bezweifle, daß die Leser hier zustimmend mit dem Kopf nicken werden, weil sie entweder unmittelbar oder durch unser Bildungssystem mit dieser kosmischen Energie längst Bekanntschaft gemacht haben. Wenn man behauptet, daß etwas offensichtlich ist, was offensichtlich nicht offensichtlich ist, ist es eine bewährte Strategie, auf die vermeintliche Offensichtlichkeit hinzuweisen und diese ausdrücklich als undiskutierbar hinzustellen. Im Zusammenhang mit Energie, Medizin, Technik und überhaupt allen anderen ungreifbaren Sachverhalten empfiehlt es sich, die Autorität der Wissenschaft in Anspruch zu nehmen. 
     
    Damit der Trick nicht allzu sehr auffällt, wird etwas als wissenschaftlich erwiesen hingestellt, was möglicherweise tatsächlich in der einen oder anderen Hinsicht wissenschaftlich nachgewiesen werden kann, aber mit dem behaupteten Sachverhalt gar nicht in Zusammenhang steht. So etwas nennt man einen literarischen Taschenspielertrick. Beim Lesen fällt einem das dann gar nicht auf; so fährt die Autorin in folgender Weise fort: 
     
    Ihr Verlauf ist wissenschaftlich belegt.
     
    Damit ist nur allenfalls eine Aussage über die sogenannten Meridiane gemacht, nicht jedoch über die kosmische Energie, die angeblich in diesen Meridianen fließen soll. Daran schließt sich an: 
     
    Die Energielehre ist Basis der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Danach wird die Lebensenergie durch das Zusammenspiel der Gegenpole Yin und Yang aufrechterhalten. Sie stehen zueinander im Gegensatz, hängen gleichzeitig aber voneinander ab. Man könnte sie als Minus- und Plusenergie oder -ladung bezeichnen. Durchflutet die Yin- und Yang-Energie den Körper im richtigen Verhältnis, fühlt sich das Tier oder der Mensch wohl, ist ausgeglichen und gesund. Der Fluß der Lebensenergie ist allem organischen Geschehen übergeordnet.
     
    Schade nur, daß alles das mit Wissenschaft nichts zu tun hat. Die Wikipedia schreibt: 
     
    Die Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin über Meridiane und Energieflüsse sind bis heute ohne jeden Beleg geblieben.[ 
     
    Wikipedia-Link» Meridian (TCM)
     
    Aber das ist für die Anhänger solcher Gedankengänge völlig unerheblich, denn: Wer heilt, hat recht. Die Wissenschaft kann ja auch nicht behaupten, das Leben und seine Probleme wirklich verstanden zu haben. Insofern dürfte es ziemlich egal sein, wie man sich alles zusammenreimt, Hauptsache, es kommt das gewünschte Ergebnis dabei heraus. Und das kann die Autorin ja im einzelnen beweisen. 
     
    Wer ein gesundes Pferd besitzt, das keine Schwierigkeiten bereitet, wird sich für dieses Buch vermutlich nicht interessieren oder höchstens dann, wenn entsprechende Fälle im Bekanntenkreis vorhanden sind, für die er sich verantwortlich fühlt. Wer aber mit einem Pferd geschlagen ist, das wenig Freude bereitet, aber viel Geld verschlungen hat und nun als austherapiert abgestempelt worden ist, wird als letztes Mittel zu diesem Buch greifen wollen, denn es macht Hoffnung. Die Dienste eines Expertenteams sind sicher auch nicht gerade billig, aber solange man es sich leisten kann, tut man ja alles, was möglich ist. 
     
    Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Pferd anzuschaffen, sollte dieses Buch lieber nicht lesen, wenn er seinen Traum in diesem Leben unbedingt verwirklichen möchte, denn die Lektüre könnte ihn davon abhalten. Man möchte ja nicht wissen, was alles Schlimmes auf einen zukommen kann. Aber vielleicht muß der Leidensweg ja auch nicht gar so schlimm sein, wenn man sich alle Umwege erspart und gleich auf interdisziplinäre Zusammenarbeit setzt. 
     
    Denn so abschreckend auch die Krankengeschichten sind, all diesen Pferden konnte geholfen werden. Und das bringt mich nochmal wieder zu der zweiten Lesergruppe, den Experten, die jeder für sich auf ihrem Gebiet sehr gut sind, aber nicht über ihren Tellerrand schauen können. Kranke Pferde sind für diese Leser Alltag, damit verdienen sie ihren Lebensunterhalt, und jedes Pferd, das sie nicht heilen können, ist eine Niederlage und bringt schlechtes Renommee für die Zukunft. Karin Kattwinkel hat Ihr Unternehmen von Anfang an interdisziplinär ausgerichtet und damit enorm viel Erfolg gehabt. Das müßte eigentlich überzeugen.